Frühlingserwachen

Der Winter in Dresden war ja kaum der Rede wert – und dennoch sind die ersten zarten Triebe der Natur immer ein kleines Wunder. So beobachteten wir neulich staunend wie die äußerst seltene Ölraupe – sie findet sich fast nur in Selbsthilfewerkstätten – ihre Fühler in der noch kühlen Frühlingssonne nach dem süßen Nektar Walzfett-Lilie ausstreckte. 

Raupus lipidius an Lilia Olea

Unter dem Pflaster da liegt der Strand

… und unter dem PVC liegt das Parkett. Das stellten wir fest, als die Handwerker unserem wölbungsreichen Fußboden auf den Grund gingen. Hach ja – Buchenparkett in bester Lage – leider mit arger Cellulite. Daher muss es raus.

Unter dem PVC liegt das Parkett.

Als kleines Trostpflaster malte uns der Malermeister, der unsere Küche gerade von den Verwandten unseren Badflecks Helmut (heißt er nun wirklich so) befreite, einen freundlichen Herrn auf den Gipskarton.

Wer kennt diesen Mann?

Die Geschichte des Flecks

Während die Handwerker in unseren Räumen räumen, möchte ich euch die Geschichte eines „Altmieters“ hier erzählen.
Er war da, vermutlich lange bevor wir das erste Mal einen Fuß in unsere jetzigen Werkeräume setzten. Zur Wohnungsbesichtung leuchtete er uns schon an – gelb, groß, auf den Badfliesen – und wir dachten: Igitt – hat da vor zwei Jahren ein letzter Nutzer der Dresdner Tafel (unser Vormieter) das Klosett nicht getroffen und ganz nonchalant auf den Boden uriniert. Immerhin roch er nicht schlecht – dieser Fleck und war auch sonst eher ruhig. Bei unserer ersten Putzaktion ließ er sich auch ohne große Gegenwehr des Bades verweisen. Fleck weg – dachten wir – doch weit gefehlt. Kurz darauf war er wieder eingezogen, in all seiner Schönheit. Der ersten Ratlosigkeit folgte ein Blick zur Decke und dem Herkunftsland unseres Fleckes: Ein dicker Wasserschaden aus der Wohnung über uns.
Der Klempner hatte seine liebe Mühe die Bewohnerin der betroffenen Wohnung zu erreichen – vier Wochen saß er erfolglos vor ihrer Tür und bat um Einlass. Weil alles bitten nichts nützte, musste die Polizei die Wohnung aufbrechen, damit der Klempner das Wasserloch stopfen konnte.
Und unser Fleck – der zeigte sich bei der zweiten Putzaktion hartnäckiger und beharrte auf seinem Fliesenplatz. Dieser Altmieter bleibt also – wir sollten uns mit ihm anfreunden und vielleicht geben wir ihm auch bald einen Namen.

Und wie heißt dieser Fleck? Vielleicht Helmut?

Vom Keller in die Ecke

Gestern waren wir ausnahmsweise mal mit 4 Rädern unterwegs, um Kellerschätze aus der Werkstatt von Arbeit und Lernen e.V. zu heben. Und was es da nicht alles gab – grandios! Unsere Herzen schlugen höher und das Auto wurde schnell voll gemacht! Danke nochmal an Herrn Behnke und Jörg für die grandiose Unterstützung. 
Dann haben wir den Schrottplatz mit ausgeschlachteten Rädern „beliefert“, um danach in die Erstaufnahme-Einrichtung auf der Hamburger zu fahren und dort noch ein paar Räder wieder ans Licht der Welt zu zerren. 
Jetzt können wir eine ganze Menge (Werkzeug-)Wünsche von unsere langen Liste streichen. Sehr scheen!

Öffnungszeiten 05.-11.02.

In der kommenden Woche haben wir sehr viele Termine außerhalb zum Sachen besorgen. Daher werden wir nur zu folgenden Zeiten sicher vor Ort sein:

Montag 15:30 – 18:00
Dienstag 16:30 – 19:00
Donnerstag 9:30 – 13:00

Ab der Woche drauf wird sich das wieder ändern, bitte schaut immer mal hier rein.

Suchbild: Wo ist der Werke-Geist?

Nachdem ich ca. 10 Minuten vor der leeren Werkzeug meditiert habe, entstand ein fast perfekter Plan, natürlich streng nach Feng-Shui, welches Werkzeug in guter Nachbarschaft leben kann. 
Dann wurde es handfest und mit dem Bohrer in der Hand fanden alle Schlüssel und Abzieher ihren Platz.
Dabei entstand auch ein kleines Rätsel: Wer findet den Werke-Geist? Einen Namen braucht er oder sie auch noch…

So langsam sieht es nach Fahrradwerkstatt aus.