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Kneipenquiz »Rädslhaftes« am 18.9.

Ein Traum wird wahr!
Für uns und für euch – denn am Dienstag, den 18.9. um 20.30 Uhr kommt endlich all eurer Wissen rund um das beste Verkehrsmittel der Welt zum tragen.
Über 3 Runden zu 8 Kategorien  könnt ihr euer Fach-, Absurd- und Nerdwissen zur Geltung bringen. Und Obacht – auch Intim-Kenntnisse zum »Ross« selbst könnten von Vorteil sein – also kommt doch gern vorher nochmal in der Werkstatt vorbei. 

Pro Team können 4 Personen teilnehmen!
Anmeldung! Per Mail, PM bei Facebook oder persönlich im Laden!

»Ross« goes »Rössl« – Gastgeber ist die wunderbare »Rösslstube« auf der Friedrichstr. 37.

Umtriebige Rösser in Feierlaune

Ab und zu wollen wir auch ausreiten – und unsere schönen Rostlauben stolz auf der Straße präsentieren. Und so haben wir in den letzten Wochen jede Menge Gelegenheiten wahrgenommen, um unsere wunderbare Werkstatt bekannter zu machen, für eine bessere Welt zu radeln oder einfach nur zu feiern.

Los ging’s mit dem Markt der Utopien vom Umundu-Festival. Hier waren wir mit mobiler Werkstatt, Fahrradkino und fahrradbetriebenen Smoothie-Mixer samt containertem Obst am Start. Leider haben wir da keine Fotos gemacht – passiert ist es trotzdem. 😉
Das Umundu-Festvial hat dieses Jahr den feinen Titel »Utopie« und beginnt am 28.9. mit einem Symposium zum Thema um sich dann vom 1.-6.10. in eine wunder-volle Festival-Woche zu ergießen. Hingehen lohnt… träumen muss ja ooch gemacht werden.

Mit nur kurzer Pause radelten wir dann am 31.8. bei der 2. Dresdner Radnacht mit – mit xzy-Lastenrad, Foodsharing-Kisten, schicken Schürzen und 20 super-entspannten Radkilometern durch die Stadt.
Meine schönsten Momente: Große Lücke im Korso, ich ruf den Leuten vom ImNu-Kurierkollektiv zu – „Fahrt schneller!“… und was macht ein Fahrradkurier, wenn du ihm „Schneller!“ zurufst? Er fährt schneller! 😀 Und die Erkenntnis – eigentlich brauche ich keine Fahrradwege – ein freie Straße reicht mir vollkommen. 

Und zu guter Letzt: Ein wunderbares Friedrichstadt-Fest! Mit Fahrradkino, Lastenrad-Probefahren und jede Menge anderer toller Stände. Vor allem ist mal wieder aufgefallen, wie anstrengend das ist einen Fernseher zu betreiben – wenn man wirklich immer selbst Radeln müsste, um den benötigten Strom bereitzustellen, wären Kino-Abend zuhause allein nur für sehr sportliche Menschen was. Das genutzte Fahrradkino der Pedalfaktur braucht wenigstens 100 Watt, damit der Akku geladen wird und auch mal ’ne kurze Keks-Pause eingelegt werden kann, ohne dass der Monitor schwarz wird. Da bekommt der Director’s Cut von Herr der Ringe gleich noch eine ganz andere Herausforderung.

Tanz-Demo! 23.6.

Unsere Werkstatt will Menschen zusammenbringen. Aber Begegnung braucht Platz und Freiraum. In der letzten Zeit mussten wir beobachten, wie immer mehr Freiräume in der Friedrichstadt verloren gingen – die MAF verlor ihr Außengelände, der Weißeritzgrünzug seine Bäume, bald wird das Bürogebäude auf der Könneritzstraße abgerissen. Mieten steigen, gebaut wird im hochpreisigen Segment… 
Wie lange ist da wohl noch Platz für arme Menschen, kleine, spendenbasierte Projekte, Miteinander ohne Geldbeutelgrößenfragen? 

Diese und andere Fragen stellen sich auch die Demo-Organisatoren der »DRAN Bleiben! Tanz-Demo« am 23.6., 15.30 Uhr vom Bhf. Mitte. Kommt hin, tanzt mit – es ist eure Stadt!

 

Das Ross hat ’nen Vogel!

Lotti in der Legokiste

Vor einer Woche kam ein freundlicher Libanese in die Werkstatt und wollte gern ein Kinderrad – wir hatten zufälligerweise noch eins da und er verließ unter vielen Dankesworten die Werkstatt.
Tags drauf kam er wieder, mit einem Vögelchen in der Hand und meinte „Geschenk! Essen!“. Aber da Rösser Vegetarierer sind, fiel diese Option aus.
Der Piepmatz zog dann erstmal in die Lego-Kiste meines Sohnes. Kurz drauf hatte die Biologin meiner WG auch rausgefunden, was er ist: Eine sie! Und zwar aus dem Stamm der Kanarienvögel.   
Da mir immer noch nicht klar war, warum ich dieses Tier essen sollte, frage ich zwei Syrerer, die zur Öffnungszeit da waren, ob im Libanon Kanarienvögel gegessen werden. Die beiden lachten mich aus, meinten, dass seien heilige Tiere und der Libanese hätte nur einen Witz gemacht. 

Dieser Vogel kommt aus Amerika – gut zu erkennen an der feschen Bürstenfrisur

Letzte Woche dann tauchte der Libanese, der eigentlich aus Libyen kommt (1. Missverständnis), wieder im »Ross« auf und ich fragte ihn mit Hilfe eines Übersetzers nach dem kulinarischen Zweck des Vogels. Er machte große Augen und meinte – „Nein, nicht essen! Singen! Der Vogel singt schön!“ (2. Missverständnis). Das tut sie tatsächlich – und ich weiß jetzt sicher, dass Kanarienvögel nicht zum Suppenhuhn taugen. 

 

Belesenes Schrauben

Trotz permanent verschmierter Finger sind wir sind auch Schöngeister und lesen sogar Bücher (, die keine Bauanleitungen sind)! 
So heißt meine aktuelle Lektüre Das Fahrrad – Eine Kulturgeschichte von H.E. Lessing. Da ist ein ganz schönes Nerd-Buch, sowohl was technische Details als auch den Anekdotenreichtum angeht. Und es finden sich einige schöne Zitate, die zeitlos das Radl preisen und seine Entwicklung nachzeichnen. 
 
So schrieb der Italiener Paolo Mantegazzo schon 1893: 
Der Radfahrsport ist der Triumph des menschlichen Gedankens über die Trägheit der Materie: Zwei Räder, welche kaum den Boden berühren, die wie auf Flügeln dich weit forttragen mit einer schwindelerregenden, trunken machenden Geschwindigkeit, ohne den grausamen Schweiß der gepeitschter Zugtiere, ohne das verhaßte Geräusch rauchender Maschinen – ein Wunder von Leichtigkeit, von Einfachheit – ein Maximum von Kraft und ein Minimum von Reibung – der Mensch, der ein Engel werden will, der aus seinem alten hellenischen Grabe erstanden ist und lebendig vor uns steht – das ist der moderne Radler. (S.40)
 
Auch sehr interessant für Auto-Mobilisten, die gern auf Radler schimpfen – dabei sollten sie dankbar sein, denn… „keine frühe technische Innovation – nicht einmal der Verbrennungsmotor – war für die Entwicklung des Automobils so wichtig, wie das Fahrrad“ (James J. Flink, S. 124).
 
Und der viel beschworene „Krieg auf den Straßen“ ist keine neue Erscheinung , sondern schon so alt, wie der Konflikt um knappen Straßenraum. So beschreibt Lessing exemplarisch einen gewaltsamen Zusammenstoß zwischen einem Kutscher und Radlern auf Long Island: … „Ein Kutscher names Jacob Heitz, der sich weigerte, mit seinem Gespann nach rechts auszuweichen, um eine Gruppe von Hundert Radfahrern vorbeizulassen. Als sie weiter klingelten, stellte er sein Gespann quer zu Straße und schaute zu, wie Männer und Frauen abstiegen und ihre Räder durchs Feld um das Hindernis schoben. Das reichte ihm aber noch nicht: Er lenkte sein Fuhrwerk brutal in die Gruppe hinein, fünf Frauen konnten sich nur durch blitzschnelle Absteigen retten. Als ein Radfahrer die Zügel eines der Pferde ergriff, zog Heitz ihm die Peitsche über den Schädel“ (S. 148).
Der Kutscher von Damals ist der SUV-Fahrer von heute? Naja, nur ohne Peitsche. 😉
 

Das Buch ist eine erhellende Lektüre, um die Ahnen eures liebsten Rosses besser kennenzulernen. 

Ausgrabungen in der »Zone«

Hui – wir standen die Tage soviel an der Werkbank und waren in der Weltgeschichte unterwegs – da blieb kaum Zeit für das überaus wichtige virtuelle Leben. Aber nun gibt’s einen kurzen Abklatsch der bewegenden letzten Wochen – in bester Reiseblogmanier. 😉

3m³ Fahrradteile
Vor einigen Wochen rief ein blond-gelockter Jüngling bei uns an (…) und meinte er hätte 3m³ Fahrradteile zusammen gesammelt, die er uns gern spenden würde, weil die aktuelle Wohnung (aka Garage) dieses »Schatzes« geräumt werden muss. Diesem Ruf folgend, machten wir uns an einem verregneten Montagmorgen auf nach Bautzen, zu unserer ersten Dienstreise, um die 3m³ zu besichtigen und zu bergen.
Gegen 10 Uhr standen wir vor den Garagentoren – mit dem Hinweis: »Den zweiten Türflügel könnt ihr erst aufmachen, wenn ihr den Kram, der dahinter klemmt, weggeräumt habt. (…).«

Archäologie für Fahrradfans

Vor uns standen also Kisten über Kisten mit allem, was der »Zonenrad«-Fan sich wünschen kann – ungefahrene Diamant-Gabeln mit Original-Preisschild (EVP: 15,65 Mark), Kisten auseinander gebauter Räder, sicher verpackt in alte Zeitungen usw. usf.

Fachsimpelei der Zonenrad-Fans
Originalverpackt, ungenutzt.

Es war ein bisschen wie Ostern. 
Wir räumten, kramten, sortierten aus – und nach ca. 3h konnte man die große Garage wieder zu 2/3 betreten, der T4-Bus war vollgeladen und waren wir soweit fertig. Leer war die Garage aber noch lange nicht.

Im »Ross« angekommen, wurde kurz drauf der erste »Pneumant Sprint«-Reifen an ein altes Kettler-Sportrad angebaut. Eine feine Form der Wiedervereinigung. Danke an Chefchen und Stefan für die grandiose Teile-Spende!

Wochenend-Schrauben ab Mai

Dank ehrenamtlicher Schrauber:innen (großartig, ölverschmiert, unersetzlich) gibt es ab Mai immer am 
1. Sonnabend im Monat von 14 bis 18 Uhr eine weitere Schrauberzeit. Wahrscheinlich ist dann auch immer ein Kind als Anspielpartnerin am Start. Beste Bedingungen für einen entspannten Ausflug mit Kind und Radl in unsere Werke.

Ein Kinderspiel – nur welches?

Henry & Hilde im Ross

Wir haben gerade zwei neue Mitbewohner! Sie heißen Henry und Hilde, sind Lastenräder, fahren bis zu 150 kg weg, unterstützen deine Beinchen mit einem Motor – und das Beste: Sie können bei uns ausgeliehen werden! 
Dazu geht auf die Seite von Frieda & Friedrich, bucht einen Termin und holt sie euch dann bei uns ab. Das Ganze ist kostenlos – aber der ADFC Dresden, Eigentümer der Räder, freut sich immer über eine Spende. 
Also falls ihr schon immer mal eine Waschmaschine durch die Gegend fahren wolltet – jetzt geht es! Auch ohne Auto!

Bastelstunde #1 – Office Organizer

Inspiriert von der Idee einer Freundin stand ich neulich an der Werkbank und bastelte ausnahmsweise mal nicht an einem Radl rum. Das  Ergebnis könnt ihr hier und auch in der realen Welt bei uns in der Werke bewundern.
Ich hoffe auf schöne Nachbauten von euch – schickt uns gern ein Bild.

Die Bohrungen für die Füße sind zu nah beieinander . Daher hat mein Minion x-Beine…

Ihr braucht: 
– eine Idee für euren Konservenstift-Halter (Einhorn, Minion, Drache, …)
– eine leere Konservendose, möglichst groß (Ananas sind lecker…)
– abgefahrene V-Brake-Bremsklötze (gibt’s bei uns im Mülleimer) + passende Schrauben & Unterlegscheiben
– Kleinkram, um eure Dose „anzuziehen“
– (Acryl-)Farbe zum Bemalen 
– einen 6er-Metallbohrer + Bohrmaschine (mit der Hand wird schwierig)
– Heißkleber oder Sekundenkleber

Ich habe die Dose erst bemalt und dann den Rest gemacht. War doof! Daher begeht nicht den selben Fehler und bohrt erst die Löcher für die Füßchen. Achtet darauf, dass zwischen den Löchern genügend Platz ist, um die Klötze anzubringen.
Wenn die Bremsklötze ungleich abgefahren sind, begradigt sie vorsichtig mit einem Cutter, dass diese Dose am Ende nicht kippelt. Ihr braucht zwei Muttern – eine außen, eine innerhalb der Dose, damit ihr sie gegeneinander kontern könnt und die Füßchen am Ende fest sind.
Wenn die Dose steht, bringt die anderen Utensilien an – so wie in meinem Bsp. die Arme (Loch einbohren, Schrauben einstecken, wieder mit zwei Muttern kontern) und das Auge (Heißkleber).
Danach bemalen! Die Farbe evtl. nochmal mit Sprühlack fixieren.

Damit die Bohrung nicht verrutscht mit einem Körner eine „Delle“ machen.
Beine und Arme aus dem Müll
Farbe zum Bemalen und Ananas zum Naschen